Mines de Dourges – Puits 9/9bis

Die Mines de Dourges liegen im nordfranzösischen Steinkohlebecken. Kohlefunde in den 1840er Jahren ließen die Region schnell zu einem bedeutenden Montanindustrie-Zentrum aufsteigen. So wie die Kohlevorkommen des Saarlands und Lothringens zwischen Frankreich und Deutschland immer wieder wechselseitige Begehrlichkeiten weckten, findet man auch in der Region um Lens noch viele Zeichen der schweren Schlachten, die während des ersten und zweiten Weltkriegs um die nordfranzösische Industrieregion stattfanden.

Die noch zu großen Teilen erhaltene Anlage steht unter Denkmalschutz und verfügt über maschinelle Ausstattung (u. a. sind die Fördermaschinen erhalten).

Das erhaltene Ensemble verfügt noch über zwei Fördergerüste und Fördermaschinen. Insbesondere die Maschinenhalle ist ein architektonisches Schmuckstück

Die Region im Norden Frankreichs hat nach dem Niedergang des Bergbaus noch mit wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen. Die Arbeitslosenzahl blieb bis heute recht hoch und die Kaufkraft in der Region entwickelt sich unterdurchschnittlich. Nach dem Motto “Zukunft braucht Herkunft”, besann man sich in den letzten Jahren verstärkt auf sein kulturelles Erbe und bewirbt sich mit dem gesamten nordfranzösischem Kohlebecken um Aufnahme in das UNESCO Weltkulturerbe. 2012 gelang die Aufnahme in die Weltkulturerbe-Liste. Die bislang allgemein unterschätzte touristische Anziehungskraft der Region wird es hoffentlich beflügeln.