Erzbergwerk Grund / Grube Hilfe Gottes
Der Erzbergbau in (Bad) Grund geht in seiner Geschichte zurück bis ins 12. Jahrhundert. Die Anfänge waren bescheiden und so erreichte die Teufe kaum 20 Meter. Im Laufe der Jahrhunderte kämpfte man in Grund in zunehmenden Teufen mit der Grubenwasser-Abführung. Erst die Grube Hilfe Gottes brachte hierfür in den 1830er Jahren eine befriedigende Lösung.
1855 wird der Knesebeckschacht (später ausziehender Wetterschacht) abgeteuft, 1933 folgt der Westschacht (Material, Wetter ausziehend, Seilfahrt) und 1951 der Wiemannschbuchtschacht (Material, Wetter einziehend). Als Hauptförderschacht fungiert der 1904 errichtete Achenbachschacht.
Anfang des 20. Jahrhunderts, im Jahr 1923, erfolgte der Zusammenschluss der Grube Bergwerkswohlfahrt mit der Grube "Hilfe Gottes" zum Erzbergwerk Grund. 1934 ging die Grube dann unter dem Dach der Harzer Berg- und Hüttenwerke in der Preussag auf. Die folgenden Jahre standen unter keinem guten Stern und bedeuteten den Niedergang des Oberharzer Bergbaus. Doch sowohl die Börsenkrisen der 1930er Jahre, als auch die Wirren der Kriegs- und Nachkriegsjahre konnten das "EBG" in seinem Bestand nicht gefährden: Die großen Erzvorräte konnte und wollte niemand brachliegen lassen.
1940 wird die Flotation erneuert. Kunden des EBG sind die Hütten in Clausthal, Lautenthal und Harlingerode. Nach dem zweiten Weltkrieg sichert in den 50er Jahren der Fund eines riesigen Erzvorkommens die weitere Existenz der Grube.
Die Förderung des Erzbergwerk Grund läuft unter Regie der PREUSSAG bis ins Jahr 1992. Im Laufe seiner Betriebszeit wurden rund 20 Mio. Tonnen Erz gewonnen. Zum Vergleich: Das ungleich bekanntere Bergwerk Rammelsberg im benachbarten Goslar wies eine Gesamtfördermenge von 27 Mio. Tonnen Erz auf.
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