Die hier gezeigten Gebäude befinden sich auf dem ehemaligen Areal der „Neusser Hütte“ bzw. der ehem. Eisengießerei in Düsseldorf-Heerdt. Gelegen am heutigen Eingang des Neusser Hafens, wurde 1860 der erste und 1867 der zweite Hochofen nach dem „System Büttgenbach“ angeblasen und durch die Neusser Bergbau- und Hüttenkommanditgesellschaft betrieben.

Der zweite Ofen war seinerzeit einer der größten des Kontinents. Des weiteren verfügte die Hütte über 17 Koksöfen und tauchte das gesamte Umland in schwarz-graue Rauchschwaden. Auf dem Nachbargrundstück der Neusser Hütte wurde 1869 eine Eisengießerei erbaut, ab 1877 „Neusser Eisenwerk Daelen & Burg Eisengießerei und Maschinenfabrik“, später „Neusser Eisenwerk Daelen & Senff, Heerdt bei Neuss“. Bis 1890 wurde hauptsächlich für den Bahnbau im Deutschen Reich und den Neusser Mühlen- und Maschinenbau produziert. Zu den Produkten gehörten Zahnräder, Ventile und Dampfkessel.

Nach Stilllegung des Hochofens wurden 1920 weite Teile der Hüttenanlage gesprengt. 1922 entstanden auf dem Gelände und in Restgebäuden die „Peter Cremer Standard Seifen- und Glycerinwerke“. Die Anlagen des Eisenwerks gingen auf die Koppers-Werke über, die dort die spätere Wistra Ofenbaugesellschaft aufbauten. Später übernahm DYKO-Glas den Standort und fertigte Glasschmelzwannen. Heinrich Koppers war einst ein enger Mitarbeiter von Dr. Carlos Otto (Dr. C. Otto & Comp. in Bochum-Dahlhausen).