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Zeche Pluto

Heiligennamen wie St. Remigius oder St. Nikolaus zierten die Grubenfelder, auf denen die ersten Mutungsbohrungen für die Zeche Pluto vorgenommen wurden. 1857 fand nicht nur die offizielle Namensgebung für Pluto statt, sondern ebenso die ersten Abteufungsarbeiten für Schacht 1 (Schacht Thies), wo vier Jahre später dann die Förderung eingeleitet wurde. Die Erbauung einer eigenen Kokerei konnte 1863 bei mittlerweile 2 Schächten vonstatten gehen, die zur Seilfahrt dienten (Schacht Thies+ Schacht 2) und einem Wetterschacht (Schacht 6), der 1875 in Betrieb genommen wurde.

Ende des 19. Jahrhunderts erfolgte eine Umrüstung der bestehenden Schachtanlagen in zwei Doppelschachtanlagen (Schacht1/4 und Schacht 2/3), an denen sich 1906 noch ein weiterer Wetterschacht (Schacht 5) und weiterer Förderschacht (Schacht 7) anschlossen. Doch auch diese Umwandlung und Vergrößerung konnten den Rationalisierungsmaßnahmen der späten 20er Jahre nicht Paroli bieten und so wurde 1927 die Förderung auf Schacht 1/4 eingstellt und die Grubenfelder mit denen von Schacht 2/3 zusammengelegt. Von dort an lag die Gesamtförderung in den Händen von Schachtanlage 2/3, zu der sich 1931 auch noch Teile der Zeche Rheinelbe und Alma gesellten.

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Nach dem 2.Weltkrieg wurden sämtliche Übertagebauten umgebaut, sofern sie durch Bombenangriffe nicht sowieso schon stark beschädigt worden waren; dadurch konnte die Förderungsmenge auf ansehnliche 5000 t/tgl gesteigert werden. Über dem Hauptschacht thront seit 1953 auch das für Pluto charakteristische Doppelstrebengerüst, das nicht ohne Grund dem von Zeche Zollverein Schacht XII in Essen ähnelt, hat es doch denselben Architekten. Schupp, der schon Zollverein zu einer gutdurchdachten optisch ästhetisch wirkenden Industrieanlage umgewandelt hatte, setzte auch bei Pluto durch sein Fördergerüst, seine Waschkaue und seine Bürogebäude Akzente, die jenseits von den üblichen epochal zusammengewürfelten Zechengeländen liegen.

Die Kohlekrise Anfang der 60er Jahre sorgte auf Pluto dafür, dass die Schächte 1 und 6 aufgegeben und verfüllt wurden. Nachdem 1971 noch zusammen mit Consolidation aus Gelsenkirchen eine Werksdirektion gegründet worden war, erfolgte 1976 die endgültige Stillegung.

Heute befinden sich auf dem Gelände noch Teile der Wasserhaltung der RAG und das Grubenrettungswesen.

Die Zeche Pluto, die Herne jahrzehntelang zu einem wirtschaftlichen Aufschwung verhalf, war darüberhinaus auch der Wegbereiter des Bahnhofs Wanne-Eickel, der sich aus dem Übergabebahnhof von Pluto entwickelt hatte, da dieser schon einen Anschluss an die Köln-Mindener Eisenbahnstrecke hatte.

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